WENN EINE BEENDIGUNGSMITTEILUNG EINTRIFFT ...

ArbeitszimmerIn jüngster Zeit sind uns wieder einige Fälle bekannt geworden, in denen der BR an 12a-Mitarbeiter Beendigungsmitteilungen versandt hat, teilweise verbunden mit dem Angebot, die Beschäftigung in deutlich geringerem Umfang fortzusetzen.

Darauf solltet ihr unbedingt reagieren. Dazu ist nur wenig Zeit!

Ihr habt dafür bei einer Beendigung nur eine Frist von maximal drei Wochen nach Eingang des Schreibens (der Briefträger dokumentiert den Zeitpunkt des Einwurfs - einen solchen Brief zu ignorieren ist also keine gute Idee). Urlaub oder Krankheit ändern nichts daran.

Wenn ihr mit der Vollbeendigung nicht einverstanden seid, schaltet SOFORT nach Erhalt einen Anwalt ein, der auf Arbeitsrecht und speziell auf die besondere Situation der 12a-Mitarbeiter beim BR spezialisiert ist! Eure Gewerkschaft kann geeignete Ansprechpartner nennen. Informiert auch uns und holt euch Rat, doch die Kontaktaufnahme mit einem Anwalt hat unbedingt Vorrang.

Ebenso solltet ihr umgehend Rat einholen, bevor ihr eine Einverständniserklärung unterschreibt, nach der eure Beschäftigung in reduziertem Umfang fortgesetzt wird. Neuerdings sind uns auch Beendigungen bekannt geworden, die sich nur auf den Umfang einer bestimmten Sendung oder Aufgabe erstreckt. Das bedeutet: Ihr könnt für die gleiche Redaktion weiter arbeiten, wenn diese andere Aufgaben für euch hat.

Zum Thema Beendigung und Erreichen der Unbeendbarkeit gibt es auch ein aktuelles Urteil des Landesarbeitsgerichts. Dieses und weitere Urteile findet Ihr hier.