Leitbild der "Freienvertretung im Bayerischen Rundfunk e.V."

PRÄAMBEL

Unsere Klausurtagung im November 2011Die Freienvertretung fühlt sich allen MitarbeiterInnen des Bayerischen Rundfunks verpflichtet, die nicht fest angestellt sind. Als unabhängige Interessenvertretung im Bayerischen Rundfunk setzt sie sich für die Anerkennung der Kompetenz und hohen Arbeitsleistung freier MitarbeiterInnen ein, die zu einem großen Teil die Programme des Bayerischen Rundfunks gestalten und prägen. Dabei ist ihr der angemessene und faire Umgang mit allen freien MitarbeiterInnen ein besonderes Anliegen. Außerdem tritt die Freienvertretung für mehr Transparenz sowohl in Programm- als auch in Personalentscheidungen ein.

 

 

ZIELE

Unser wichtigstes Ziel ist ein angstfreies Miteinander im Bayerischen Rundfunk, eine Zusammenarbeit freier und fest angestellter Mitarbeiter auf Augenhöhe. Nur mit kreativen Köpfen, die frei von existentieller Verunsicherung sind, lassen sich eine exzellente Programmqualität und ein gutes Arbeitsklima im Bayerischen Rundfunk erzielen.

Langfristig strebt die Freienvertretung eine Änderung des Bayerischen Personalvertretungsgesetzes an. Ziel ist, eine institutionalisierte Vertretung der freien MitarbeiterInnen im BR gesetzlich zu verankern, wie es im ZDF und im WDR bereits der Fall ist.

Bis dahin arbeiten die gewählten Freienvertreter ehrenamtlich und unentgeltlich. Sachkosten werden ausschließlich durch Spenden finanziert. In Ausnahmefällen erfolgen auch projektbezogene Zuschüsse durch Netz-Werk e. V. oder die Verwaltungsdirektion des BR.

Die Freienvertretung setzt sich ein für

  • die Einhaltung von Tarifbestimmungen
  • den Ausbau von Mitwirkungsrechten für freie MitarbeiterInnen
  • den Abbau prekärer Arbeitsverhältnisse
  • die Verbesserung von Arbeitsbedingungen
  • den fairen Umgang mit freien MitarbeiterInnen auf allen Arbeitsebenen
  • die Einbeziehung von freien MitarbeiterInnen in Organisations- und Programmveränderungen
  • den Auf- und Ausbau eines umfassenden Konfliktmanagements
  • die Entwicklung einer Personalstrategie, welche die Potenziale freier MitarbeiterInnen berücksichtigt
  • die Qualifizierung aller Mitarbeiter für ihre zunehmend komplexere Arbeitswelt
  • den Schutz älterer Mitarbeiter (ab dem 50. Lebensjahr)
  • den besonderen Schutz freier MitarbeiterInnen mit Behinderung, von Schwangeren sowie Eltern mit kleinen Kindern
  • eine gedeihliche und von gegenseitigem Respekt geprägte Unternehmenskultur im Bayerischen Rundfunk.

VORGEHENSWEISE

Um ihre Ziele zu erreichen, sucht die Freienvertretung das Gespräch mit der Geschäftsleitung und den Führungskräften des Bayerischen Rundfunks sowie mit dem Personalrat und den Gewerkschaften. Insbesondere pflegt sie gute Kontakte zur Personalabteilung und den Beratungsstellen im Bayerischen Rundfunk und bringt sich in Gremien ein, die Veränderungsprozesse gestalten.

Als Ansprechpartner für die freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks will die Freienvertretung

  • über alle Fragen rund um die freie Mitarbeit aufklären
  • bei Redaktions- und Mitarbeiterkonflikten helfen
  • für einen konstruktiven Informationsfluss zwischen der Programm gestaltenden Basis und der Führungsspitze des Bayerischen Rundfunks sorgen.

Die Freienvertretung ist keine Tarifpartei, sieht sich aber in der Pflicht, die Arbeitsbelastung und die Arbeitsbedingungen freier Mitarbeiter kritisch zu begleiten. Ziel ist auch hier ein sozial ausgewogenes Miteinander zum Wohle aller – und nicht zuletzt der Programmqualität.

Als demokratisch gewähltes Organ sieht sich die Freienvertretung zu größtmöglicher Transparenz verpflichtet. Ihre Projekte, deren Finanzierung und die Ergebnisse werden regelmäßig per Newsletter und auf der Website www.freienvertretung.de veröffentlicht.

Die FreienvertreterInnen verpflichten sich gleichzeitig, über alle vertraulichen
Informationen Stillschweigen zu wahren.

München, Januar 2012

Eure Freienvertretung:

Christina Lutz, Rudolf Erhard, Elisabeth Mayer, Hellmuth Nordwig, Johannes Roßteuscher, Friedrich Schloffer, Peter Solfrank, Achim Zeppenfeld